Recommended Readings vom Mai 2019
Im letzten Monat las ich folgende Texte und fand diese gut: Eating Way Too Much Rice Almost Doomed Japan’s Imperial Navy (nationalinterest.org): Die Japanische Marine hatte Ende des 19. Jahrhunderts ein grosses Problem. Weil die Soldaten durch die einseitige Ernährung mit fast ausschliesslich Reis einen ausgeprägten Mangel an Thiamin/Vitamin B1 hatten, litten sie an Beriberi. Spannend, wie die geopolitische Lage die Lösung des Problems beeinflussten. The shittiest project I ever worked on (blog.plover.com): Eine klassiche ‘zuviele Köche verdeben den Brei’-Geschichte. Wie die Implementierung einer Filialsuche für eine grosse Firma über mehrere Umwege viel zu kompliziert wurde. Impossible Foods’ rising empire of almost-meat (engadget.com): Die Hälfte meines Lebens bin ich Vegetarier, streite aber nicht ab, dass Fleisch auch gut schmecken kann. Was ist, wenn der Geschmack und das Mundgefühl möglich ist, ohne dass dafür ein Lebewesen sterben muss? Impossible Foods und Beyond Meat zeigen, wie das gehen kann. Dazu auch noch dieser Text hier aus ‘The Atlantic’ The Criminalization of Women’s Bodies Is All About Conservative Male Power (newrepublic.com): In den USA wird eine Abtreibung immer schwieriger durchzuführen. Es ist unglaublich, dass die Hälfte der Menschen (und die Gesamtheit, die es wirklich betrifft) nicht frei über den eigenen Körper bestimmen kann. Where on Earth Is Sam Sayers? (seattlemet.com): Sam Sayers verschwindet bei einer Allein-Wanderung spurlos und taucht bis heute nicht wieder auf. Die Geschichte hier beschreibt, was so eine Suche für Konsequenzen hat. What Happened After My 13-Year-Old Son Joined the Alt-Right (washingtonian.com): Nullpunktverschiebung im Online-Diskurs. Oder was passiert, wenn es eine vorgänging abwegige Meinung zu deiner eigenen wird. Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, anderen Menschen (auch solchen, deren Meinung dir schuderhaft gegen den Strich geht) zuzuhören und deren Meinung einzuordnen. Dann sieht man auch, wenn diese Menschen nach dem Zuhören immer noch die falsche Meinung vertreten. The Trees That Sail to Sea (hakaimagazine.com): Schwemmholz sammeln als Beruf. ‘Deep Sleep’: How an Amateur Porn Film Set Off a Massive Federal Witch Hunt (thedailybeast.com): Eine Geschichte über einen Pornofilm. Damals, also noch solche Filme produziert wurden, und nicht hauptsächlich durch eine Firma Clips im Internet verteilt werden. Photography’s new bag of tricks (nytimes.com): Im 1996 beschreibt die New York Times die Möglichkeiten, die Fotografie heutzutage damals bietet. Ein ’trip down memory lane’. Can we all please stop using Medium now? (webdistortion.com): Own your content, don’t sell it. Wieso mensch Content nicht für jemanden Anderen produzieren sollte, ein Plädoyer auf das eigene Blog (Ja, ich weiss, ich sollte auch mal wieder etwas Content produzieren hier). Nugrybauti (guernicamag.com): Vom Wort Nugrybauti, welches in Litaue beschreibt, wenn mensch sich beim Pilzesammeln verliert zu einer Parabel zu einer Erzählung über den Vater. Schön zu lesen, auch wenn traurig. Im letzten Monat sah ich folgende Videos und fand diese gut:
Recommended Readings vom April 2019
Dieses Mal hat’s etwas länger gedauert. Aber mein geliebtes 15" MacBook Pro ist nach knapp 8 Jahren definitiv tot. Und da ich nicht einfach das TimeMachine Backup rüberkopiert habe, sondern den neuen Laptop von Grund auf aufgesetzt habe, dauert es eine Weile, bis ich mich um die Recommended Readings kümmern wollte. Aber wenigstens kam ich viel zum lesen in den letzten Wochen, es kam eine ziemlich lange Liste zusammen :)
Recommended Readings vom März 2019
Im letzten Monat las ich unter anderem folgende Texte und fand diese gut: Her Time (story.californiasunday.com): Die Geschichte von Debra Koosed; mit 65 wurde bei ihr Demenz diagnostiziert. Sie entschied, so nicht mehr leben zu wollen. How Google’s Bad Data Wiped a Neighborhood off the Map (onezero.medium.com): Google hat entschieden, auf seinen Karten ein Quartier umzubenennen (nicht einfach so, sonder weil jemand irgendwoher Daten bekommen hat, dass das Quartier Umgangssprachlich so heisst). Was das für Probleme auslösen kann, werden in dieser Reportage berschieben. Auf OpenStreetMap heisst das Quartier übrigens immer noch Fruit Belt statt Medical Park. There Is No Reason to Cross the U.S. by Train. But I Did It Anyway (nytimes.com): Ein schöner Text mit schönen Bildern für Ferrosexuelle. Ramsey Orta filmed the killing of Eric Garner, so the police punished him (theverge.com): Ramsey Orta filmte, wie Eric Garner bei seiner Festnahme durch die Polizei getötet wurde. Das Video reiste weit, hat aber nicht für Gerechtigkeit gesorgt. Stattdessen rächt sich das NYPD durch gezielte Schikanen und die Inhaftierungen von Ramsey. Die Polizei muss überwacht werden können, sonst kann sie nicht ‘dein Freund und Helfer’ sein. Scientists rise up against statistical significance (nature.com): Im neuesten Manuskript, das ich mit Kollegen am schreiben bin haben wir nach dem Lesen dieses Artikels einige Zahlen überarbeitet, bzw. anders beschrieben. Messed Up Teeth - Why Are Human Teeth So Messed Up? (sapiens.org): Was ist eigentlich krumm mit unseren Zähnen? FIght the ship. Death and Valor on an American Warship Doomed by its Own Navy (features.propublica.org): Im Juni 2017 stiessen vor Japan ein US Kriegsschiff und ein Containerschiff zusammen. Die Aufarbeitung mit grandiosen Animationen liest sich besser als jeder Krimi. Jagd auf ‘Elysium’: Das Ende der größten deutschen Kinderporno-Plattform (vice.com): Vier Deutsche betreiben eine Seite, auf der 112.000 Mitglieder Kinderpornos tauschen und sich zu Vergewaltigungen verabreden. Eine spektakuläre Razzia in einer Autowerkstatt bringt sie zu Fall. Graying Out (tbray.org): Ein schönes, kleines Stück persönliche Geschichte über die grauen Accounts im Chatfenster. Geht mir genau so, nur dass ich deutlich weniger so wichtige Persönlichkeiten kenne. Who’s Afraid of The Prodigy? (newrepublic.com): Eine Zeitlang lief The Prodigy bei mir Dauerrotation (irgendwann sogar mitten in der Nacht in einem verschlafenen Dorf, auf der Strasse und in voller Lautstärke aus dem Ghettoblaster). Keith Flint, das Gesicht von Prodigy ist tot. Damit geht eine Ära zu Ende. Bootsflüchtlinge - Auch im Mittelmeer gilt das Recht (sueddeutsche.de): Nachtrag zum letzten Monat. (Und merke, interne Links funktionieren auch mit hugo) The girl who was never meant to survive (bbc.co.uk): Haven Shepherd hat durch eine Bombe, die von ihrem Vater gezündet wurde, beide Unterschenkel verloren. Heute schwimmt sie allen und allem davon. Schwimmen ist einfach das Beste :) Now I am become DOI, destroyer of gatekeeping worlds (thewinnower.com): Wenn es sogar möglihc ist, für ein paar 3D-Objekte einfach eine DOI zu bekommen (nämlich 10.5281/zenodo.2587555), macht es wirklich nicht mehr Sinn, dies als Eintrittshürde für wichtige wissenschaftliche Resultate anzusehen. Sondern als das, was es ist, eine eineindeutige Identifizierung eines digitalen Objektes. Kontroverse über Homöopathie: Das weisse Nichts (taz.de): Für die Wirksamkeit von Globuli gibt es keine ernsthaften Belege. Warum kommt das bei den Anhänger*innen der Homöopathie nicht an? The secret lives of Facebook moderators in America (theverge.com): Facebook hat ca. 15000 Angestellte, die nichts anderes machen, als Facebook-Posts durchzusehen und zu moderieren. In was für menschliche Abgründe diese Moderatoren und Moderatorinnen sehen müssen ist unvorstellbar. Gruselig ist auch, was das mit diesen Facebook-Mitarbeitern auslöst. Im letzten Monat sah ich unter anderem folgende Videos und fand diese gut:
Recommended Readings vom Februar 2019
Im letzten Monat sah ich unter anderem folgendes Videos und fand dieses unterträglich schlimm. So behandeln wir Menschen, die viel riskieren und auf ein besseres Leben hoffen. Alles Andere ist in diesen Monat unwichtig. Achtung, das Video zeigt unter Anderem, wie Menschen auf der Flucht aus Afrika vor Lybien sterben. Es muss aber trotzdem gesehen werden.
Recommended Readings vom Januar 2019
Im letzten Monat las ich unter anderem folgende Texte und fand diese gut: Mapping the brain at high resolution (news.mit.edu): Im vergangenen Dezember in Heidelberg hat eine Gruppe von dieser Methode erzählt. Um extrem hoch aufgelöste Bilder aus dem Gehirn (von Fliegen) zu machen, wird das Gewebe zuerst aufgeblasen (der Prozess heisst korrekterweise Tissue expansion’). Danach kann mit einem guten Mikroskop Aufnahmen gemacht werden, durch das Herausrechnen der Gewebe-Expansion werden dann extrem hohe Auflösungen der Bilder erreicht. The internet, but not as we know it: life online in China, Cuba, India and Russia (theguardian.com): Was es genau heisst, in anderen Ländern das Internet zu brauchen. Cool gestalteter Text, der zeigt, wie es anderswo geht. Why is the night sky dark? (popsci.com): Aus der einfachen Frage, wieso der Nachthimmel dunkel ist, lässt sich ziemlich viel über unser Univerrsum ableiten. “The Linux of social media”—How LiveJournal pioneered (then lost) blogging | Ars Technica (arstechnica.com): Ich hatte nie einen LiveJournal-Account, glaube aber, zu kennen, wie das Bloggen früher so war. Der böse Jude (desktop.12app.ch): George Soros ist eine der Par-Excellence-Hassfiguren. Politberater Arthur J. Finkelstein hat eine perfide Kampagne gegen Ihn erfunden. So geht das mit ?Feinden’ diskreditieren. My parents are Flat-Earthers (jameshfisher.com): Wie es ist, wenn jemand aus der Familie an komische Dinge glaubt. Zum Glück ist das bei mir nicht so, ich weiss nicht, ob ich so damit umgehen könnte. (Randbemerkung dazu: Ein hübsches Blog, völlig statisch gehostet. Es könnte sein, dass ich auch daran arbeite :) ) The Mysterious Life (and Death) of Africa’s Oldest Trees (topic.com): Schöne Fotos von schönen Bäumen umrahmen eine traurige Geschichte zu eben diesen Bäumen. Re-decentralizing the Web, for good this time | Ruben Verborgh (ruben.verborgh.org): Ein langer Longread darüber, wie das Netz sein sollte. Nämlich nicht so wie jetzt, dass Facebook und Google für viele das Internet sind. Solid tönt nach einem coolen Projekt. The Rise and Demise of RSS (motherboard.vice.com): RSS ist in Augen vieler tot (Ich hab’ letzthin mit einem (jungen) Informatiker gesprochen, der meinte: “Das braucht doch keiner”…). Ganz so einfach ist es aber doch nicht. Lost innocence: the children whose parents joined an ashram (aeon.co): Wie es ist, Hippie-Eltern zu haben. Protein mania: the rich world’s new diet obsession (theguardian.com): Wenn du dich darum sorgts, zuwenig Proteine zu dir zu nehmen, nimmst du ziemlich sicher zuviel Protein zu dir… The Hand Licking Incident (raisingfutureadults.blogspot.com): Von der Wichtigkeit, Kindern immer genau zuzuhören. Why Data Is Never Raw (thenewatlantis.com): Wir sprechen oft von Rohdaten. Aber gibt es die pure Information überhaupt? Creating a Very Slow Movie Player (medium.com): Unglaublich cooles Projekt: Der Very Slow Movie Player spielt Filme auf einem eInk-Bildschirm mit 24 Bildern pro Stunde (statt Sekunde). Filme als Kunstwerk, genau das, was sie sind. I Used to Write for Sports Illustrated. Now I Deliver Packages for Amazon. (theatlantic.com): Ein spezielles Medienumfeld macht spezielle Jobwechsel nötig; vom Jouralist zum Fahrer für Amazon. Im letzten Monat sah ich unter anderem folgende Videos und fand diese gut:
Wo war ich im 2018?
Hier der nächste meiner Posts zum 2018. Eine Darstellung, wo ich mich aufgehalten habe. Dieser und andere Posts sind unter dem Tag jahresrückblick18 zu finden. Seit OpenPaths ganz tot ist, speichert mein Telefon seine Position mit WHIB. Dank einer 2$-Premium-Funktion kann ich die Positionsdaten als CSV-Datei exportieren und diese dann mit etwas Python analysieren und darstellen. Im 2018 war ich eher wenig (ausserhalb der Schweiz) mobil. Wenn mensch den Osterausflug nach Konstanz zur Schweiz zählt, war ich “nur” im Herbst in Sardinien (Ferien) und Anfangs Dezember in Heidelberg (Konferenz) ausserhalb der Landesgrenzen.
Im 2018 habe ich über 10000 Schritte pro Tag gemacht
Hier der nächste meiner Posts zum 2018. Eine kleine Analyse meiner täglichen Schritte. Dieser und andere Posts sind unter dem Tag jahresrückblick18 zu finden. Seit September 2014 weiss ich ungefähr, wieviele Schritte ich jeden Tag mache. Die Schritte werden mit einem Garmin vívofit (bis ca. Mai 2016) und einer Garmin Forerunner 235 (seit ca. dann) aufgezeichnet. Die Export-Funktion von Garmin liefert leider keine nach Tag aufgeschlüsselten Daten. Da die Schrittzahlen aber via Garmin Connect auf meinem Telefon in Apple Health landen, konnte ich mit QS Access einfach eine CSV-Datei erstellen, die mit etwas Python-Code analysiert wird.
2018 in Bildern
Anfangs Jahr ist Zeit für Rückblicke (und ja, auch Ausblicke). Hier der erste meiner Posts zum 2018. Ein ausgewähltes Foto für jeden Monat im vergangenen Jahr. Dieser und andere Posts sind unter dem Tag jahresrückblick18 zu finden. Januar: Ein Nami am Oeschinensee. Leider nicht schwarz gefroren, aber trotzdem kalt. Februar: Ein Skitag auf der kleinen Scheidegg geht zu Ende. März: Ein kurzer Ausflug ins nahe Ausland, nach Konstanz. Zum Ende des K2-Mutterschaftsurlaubs und Beginn meines zweimonatigen unbezahlten Vaterschaftsurlaubs.
Recommended Readings vom Dezember 2018
Im letzten Monat las ich unter anderem folgende Texte und fand diese gut: Four days, 170,000 people, and one Metallica concert later, I figured out what Salesforce is (qz.com): Ich weiss immer noch nicht, was Salesforce genau macht. Aber scheinbar machen sie’s richtig. When Your Body Says No (outsideonline.com): Übers älter werden. Fog Waves Are The Most Beautiful Thing I Captured After 8 Years Of Experimenting (boredpanda.com): Nix zum lesen, nur zum anschauen. So fotografiert mensch Nebel. This Lens-less Camera Is Built Specially for AI and Computer Vision Programs (spectrum.ieee.org): Wenn Bilder immer mehr von Computern analysiert werden, müssen Bilder auch nicht mehr für Menschen gemacht werden. Über eine Kamera ohne Linse. Four Days Trapped at Sea With Crypto’s Nouveau Riche (breakermag.com): Krypto-Nerds und Heilsversprecher auf einem Kreuzfahrt-Schiff. [via Jan] Die unheilige Allianz (taz.de): Wie sich christliche FundamentalistInnen, radikale AbtreibungsgegnerInnen und rechte Parteien verbünden, um an die Macht in Europa zu gelangen. [also via Jan] Maos Schläger aus Berlin-Neukölln (tagesspiegel.de): Der “Jugendwiderstand” attackiert systematisch Andersdenkende – am liebsten ebenfalls Linke. Why You Should Never, Ever Use Quora (waxy.org): Quora hat sich zum Ziel gesetzt, Wissen zu sammeln und zu verteilen. Macht das aber auf eine Art, die sicherstellt, dass die Daten bei Ihnen bleiben, also auf eine nicht-coole Art. Wissen, soll geteilt werden, so wie z.B. bei StackExchange. Looking Inside My Heart (longreads.com): Jen Hyde hat eine künstliche Herzklappe. Und findet heraus, dass die von Frauen zusammengenäht wurde. Als sie diese kennenlernt, lernt sie auch ihre Mutter besser kennen. On Cash (tbray.org): Auch wenn meine Kreditkarte neuerdings Apple Pay kann, zahle ich doch immer wie mehr bar. [via Bastian] Scientific publishing is a rip-off. We fund the research – it should be free (theguardian.com): Die Resultate der Wissenschaften sollen denen gehören, die sie bezahlt haben. Im letzten Monat sah ich unter anderem folgende Videos und fand diese gut:
Guafför-Namen
Letzhin hab’ ich gehört, dass ein Freund einen Guafför-Namen-Fetisch hat (ich sag’ jetzt nicht wer). Kurz danach bin ich beim Taj Mahaar-Guafför vorbeigefahren. Da fragte ich mich, wie es möglich ist, alle doofen lustigen Guafför-Namen in der Schweiz zu finden. Mit ein bisschen Python-Code und einem Export der Guafför-Daten aus dem Schweizerischen Teil von OpenStreetMap war das dann relativ flink möglich. Hier eine kleine - und extrem subjektive - Auswahl aus lustigen Namen aus den ca. 3000 Schweizer Guafförs mit 2201 ein-eindeutigen Namen, die bei OpenStreetMap eingetragen sind: